Herzlich Willkommen
Auf dieser Seite könnt Ihr Euch alle 12 Teile und den Vorspann der Filmreihe "Der Rote Faden" ansehen. Es geht darin um die Kritik moderner Herrschaftsverhältnisse und was diese für linke Politik bedeuten.
Die Filme haben jeweils eigene Themen und können in beliebiger Reihenfolge gesehen werden. Empfehlenswert ist jedoch, zunächst den "Vorspann" und "Was ist Herrschaft" anzuschauen. Dann könnten Themen folgen, die für Euch besonders interessant sind. In "Verteilung" machen wir eine Art Zusammenfassung und in "Perspektiven" ziehen wir allgemeine Schlussfolgerungen. Diese beiden Teile bieten sich an, zuletzt gesehen zu werden.
Es gibt darüberhinaus einen Downloadbereich, in dem Ihr den Text und die Filme herunterladen könnt, sowie Links und Literaturhinweise zu den unterschiedlichen Themen.
Wir wünschen viel Spass und Inspiration mit den Filmen. Kommentare könnt Ihr auf der Youtube-Seite hinterlassen. Wenn Ihr Kontakt mit uns aufnehmen wollt, schreibt an disko@herrschaftskritik.org oder besucht uns auf Facebook.
Euer Filmteam "Roter Faden"
Marco Pompe
Koloniestr.10
13357 Berlin
Email an:
disko@herrschaftskritik.org
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„Der Rote Faden“ ist ein Medienprojekt der linken politischen Gruppe Plan E (das E steht
für Emanzipation). Die zwölf bzw. dreizehn Videos sind Kernstück unseres Versuches, sehr
unterschiedliche Menschen für herrschaftskritische Gesellschaftstheorie und politische Praxis
allgemein zu gewinnen. Es ist ein Versuch, das Potenzial von Herrschaftskritik für linke Politik
weiter zu erschließen. Wir gehen dabei weder davon aus, dass wir alles neu entdeckt hätten,
noch dass wir der Weisheit letzten Schluss präsentieren würden. Was dieses Projekt von anderen
unterscheidet, ist eine politische Vision davon, welche Veränderungskraft Herrschaftskritik
unter den jetzigen Bedingungen entfalten kann. Diese Vision basiert auf einigen theoretischen
Überlegungen, aber genauso auf einer Vielzahl praktischer Erfahrungen.
Der Beitrag von Herrschaftskritik zur Gesellschaftstheorie ist von großer Tragweite.
Herrschaftskritik fordert radikale Kritik ohne Ausnahmen - auch der Produktionsbedingungen
der Kritik selbst. Herrschaftskritik verdreht die herkömmliche Auffassung von Wissenschaft
in einer Hinsicht: Der Verleugnung des eigenen Standpunktes wird die Offenlegung der Verwicklung
jedes Menschen in gesellschaftliche Konflikte entgegengestellt.
Ein zweite wichtige Funktion von Herrschaftskritik ist, verschiedene Aspekte von alltäglichem
Leben und analytischen Konzepten von Gesellschaft in Zusammenhang zu bringen. Die Frage nach der
Herrschaftlichkeit von Beziehungen und Strukturen, und die Suche nach Wegen, diese ab zu bauen,
bringen wechselseitige Abhängigkeiten zum Vorschein. So werden differenzierte Analysen und wirksame
Strategien möglich.
Die Idee der Herrschaftskritik ist nicht neu, aber die Voraussetzungen für herrschaftskritische
Wissenschaft und Politik haben sich deutlich verbessert: Die horizontale Kommunikation und der
Zugang zu Informationen im Internet sind technischer Aspekt mit weitreichenden Folgen. Damit
verbunden bahnt sich in den letzten Jahren ein weltweiter Aufschwung von sozialen Revolten gegen
verschiedene herrschaftliche Strukturen an. Immer mehr Menschen haben die Möglichkeit, mit Hilfe
von Hintergrundinformation politische Prozesse zu verstehen - und erweitern so ihre
Handlungsmöglichkeiten. Politisch aktiv zu sein ist heute möglich, ohne auf einer Parteisitzung
zu vergammeln oder sich nach oben zu buckeln. Kleine und große Verschiebungen im Machtgefüge sind
an der Tagesordnung. Auf die Richtung dieser Verschiebungen kommt es letztendlich an.
Viel Spaß wünscht das Filmteam „Roter Faden“